Wohnungsbau in Deutschland

Sabine Freitag

Stand und Entwicklung des Wohnungsbaus in Deutschland

In Deutschland besteht in vielen Regionen und Städten akuter Wohnungsmangel. Auf der einen Seite ist der Druck auf den Wohnungsmarkt besonders in großen Städten und Ballungsräumen enorm, denn durch Zuwanderung, Binnenwanderungen und dem Trend hin zu kleineren Haushalten, reicht der vorhandene Wohnraum oftmals nicht aus. Auf der anderen Seite stehen jedoch Bevölkerungsverluste und Wohnungsleerstände - vor allem in vielen ländlichen Regionen.

Um den generell wachsenden Bedarf zu decken, ist es zwingend notwendig neue Wohnungen zu bauen, um so das Angebot in Regionen mit einer angespannten Wohnungsmarktsituation zu erweitern. Zwar steigt die Zahl der Wohnungsneubauten, doch noch ist die Bautätigkeit zu gering. Das im Koalitionsvertrag festgesetzte Ziel der Bundesregierung von 375.000 neuen Wohnungen pro Jahr ist in den vergangenen Jahren noch nicht erreicht worden.1

Dieser Blogeintrag soll darlegen, wie viele Wohnungen im Jahr 2017 in Deutschland gebaut wurden, inwiefern sich der Wohnungsbau 2017 im Vergleich zu 2011 verändert hat und ob es einen generellen Trend hin zu kleineren Wohnungen gibt. Immer von besonderem Interesse sind hierbei die räumlichen Ausprägungen.

Wohnungsmarkttypen

Folgende Karte zeigt die unterschiedlichen Wohnungsmarkttypen in Deutschland (Stand 2015). Diese sind in sechs unterschiedliche Kategorien untergliedert. Neben den Top-7 Standorten (A-Standorte), gibt es noch sehr angespannte(B-Standorte), angespannte (C-Standorte), ausgeglichene sowie stagnierende und Wohnungsmärkte mit rückläufiger Nachfrage. Die Klassifizierung erfogt anhand Kriterien der Angebots-und Nachfragentwicklung, sowie der regionalen Wohnraumversorgung.2